TSV Pilsting siegt in Wallersdorf
3:2-Erfolg über Bezirksliga-Reserve - Schwache Chancenverwertung

 

(fh) Am vergangenen Wochenende stand in der A-Klasse Landau der vierte Spieltag der Hinrunde auf dem Programm. Dabei mussten die Mannen um TSV-Trainer Robert Ledintschak auswärts bei der Bezirksliga-Reserve aus Wallersdorf antreten. Dorthin war man als Spitzenreiter und somit als klarer Favorit gereist. Letztlich reichte es aber vor allem aufgrund der schwachen Chancenverwertung nur zu einem knappen 3:2-Auswärtserfolg. Die Treffer für den TSV Pilsting erzielten Reiner Ritzinger, Thomas Christl per Elfmeter sowie Maximilian Laubmeier. Für die Heim-Elf traf Michael Laskowsky doppelt. Schiedsrichter Florian Nothaft vom TSV Eichendorf war ein souveräner und abgeklärter Leiter der Partie.

TSV Pilsting: Jens Schott, Manuel Christl, Johannes Theuer, Michael Stuiber (78. Tobias Hofmann), Thomas Franz, Christian Haselbeck, Reiner Ritzinger, Thomas Christl (56. Kevin Schott), Tobias Hofmann (56. Stefan Handwerker), Benedikt Stutz (46. Dirk Schröder), Maximilian Laubmeier (82. Benedikt Stutz). ETW Daniel Frey.

Das Trainergespann um Robert Ledintschak und Co-Trainer Reiner Ritzinger veränderte die Elf aus dem erfolgreichen Großköllnbach-Spiel nur auf einer Position. Manuel Christl ersetzte den verletzten Florian Limbrunner in der Innenverteidigung und erledigt seine Aufgabe dabei souverän. Von Beginn an waren die Ledintschak-Schützlinge klar überlegen. So verzeichnete man bereits in der neunten Spielminute die erste Torgelegenheit. Tobias Hofmann flankte in den Strafraum, Reiner Ritzinger köpfte auf das gegnerische Tor und plötzlich kam Maximilian Laubmeier zum Abschluss, dessen Schuss aber von einem Wallersdorfer Abwehrspieler abgeblockt wurde. 13 Minuten waren gespielt, als sich die erste dicke Tormöglichkeit für den TSV ergab. Tobias Hofmann legte nach schöner Kombination mit Thomas Franz in den Wallersdorfer Strafraum, TSV-Stürmer Maximilian Laubmeier verfehlte aber aus zehn Metern Tordistanz sein Ziel. Der Führungstreffer für die Gäste lag also bereits in der Luft und fiel beinahe fünf Minuten später, als sich Thomas Christl im gegnerischen Strafraum durchsetzte und auf Tobias Hofmann passte, dessen Torabschluss auf der Linie geklärt werden konnte. Nach 30 Minuten Spielzeit nahm sich TSV-Mittelfeldakteur Reiner Ritzinger ein Herz und schoss vom Strafraumeck auf das gegnerische Gehäuse, traf aber nur die Latte. Sechs Minuten später machte es der junge TSV-Akteur dann besser und überwand den Wallersdorfer Schlussmann per Freistoß aus 18 Metern zum 1:0-Führungstreffer für seine Mannen. Erneut war es Reiner Ritzinger, der in der 39. Minute nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte gefährlich im Wallersdorfer Strafraum auftauchte, mit seiner Direktabnahme aber sein Ziel verfehlte. Kurz vor der Halbzeitpause drehte dann der TSV Pilsting nochmal auf und baute die Führung auf 3:0 aus. Zunächst war es Maximilian Laubmeier, der in der 42. Minute nach Vorlage von Thomas Franz aus zehn Metern Torentfernung zum 2:0 einnetzte, ehe Thomas Christl eine Minute später einen Handelfmeter sicher verwandelte. Mit einer 3:0-Führung im Rücken wurden also die Seiten gewechselt. Nach der Halbzeitpause schien sich das selbe Geschehen auf dem Platz zu zeigen, der TSV war überlegen gegen einen schwachen Gegner. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff war es Tobias Hofmann, der an Murat Canavar im Wallersdorfer Tor scheiterte. Zwei Minuten später traf Thomas Franz per Weitschuss aus 25 Metern die Latte des gegnerischen Gehäuses, ehe Michael Stuiber erneut Maximilian Laubmeier in Szene setzte, dessen Schuss aber über das Tor ging. Eine weitere sogenannte hundertprozentige Tormöglichkeit vergaben die Ledintschak-Mannen in der 65. Spielminute. Nach Eckball von Stefan Handwerker kam Johannes Theuer aus kurzer Distanz zum Kopfball, verfehlte aber sein Ziel und auch im Nachschuss scheiterte Michael Stuiber. Wie so oft im Fußball, wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt, wurde die TSV-Elf bestraft für ihre schwache Chancenverwertung. In der 68. Minute tauchte der Wallersdorfer Sturmführer Michael Laskowsky plötzlich frei vor TSV-Schlussmann Jens Torhüter auf und ließ ihm bei seinem Torabschluss keine Abwehrmöglichkeit. Die nächste richtig gute Torgelegenheit vergab der eingewechselte TSV-Stürmer Dirk Schröder, der nach Vorarbeit von Michael Stuiber aus sieben Metern freistehend an Murat Canavar scheiterte. Erneut wurde der TSV auch prompt bestraft. Vier Minuten später setzte sich der junge Wallersdorfer Mittelfeldakteur Thong Le Hoang im Pilstinger Sechzehner durch und bediente Michael Laskowsky mustergültig, der per Kopf zum 3:2-Anschlusstreffer einnickte. Der FC Wallersdorf nutzte also seine beiden Tormöglichkeiten und brachte dadurch den TSV arg in Bedrängnis, der sich das Spiel aus der Hand nehmen ließ und zu dieser Phase des Spiels sich auch nicht beschweren hätte dürfen, wenn man den Ausgleichstreffer kassiert hätte. Der wieder eingewechselte Stürmer Benedikt Stutz sorgte aber sofort wieder für Gefahr und setzte sich nach Balleroberung von Johannes Theuer gegen zwei Gegenspieler durch, bediente Dirk Schröder der aus kurzer Tordistanz den Ball aber nicht mehr erreichte. Drei Minuten später setzte sich der TSV-Torjäger Bendikt Stutz erneut durch, scheiterte aber bei seinem Torschuss am Wallersdorfer Tormann. Die letzte dicke Möglichkeit war dann in der Nachspielzeit zu verzeichnen, also Stefan Handwerker plötzlich völlig frei im Wallersdorfer Strafraum auftauchte, aber neben das Tor schoss.
Letztlich war es angesichts der klaren Überlegenheit ein verdienter Sieg für die Ledintschak-Schützlinge. Bei einer eingermaßen konsequenten Chancenverwertung wäre ein weitaus höherer Sieg sicherlich im Bereich des Möglichen gelegen. Da man es aber verpasst hat, diese Möglichkeiten zu nutzen, musste man bis zum Schluss zittern und ließ sich das Spiel beinahe noch aus der Hand nehmen. Nichtsdestotrotz stehen nun nach vier Partien zwölf Punkte auf der Habenseite und somit führt man nach wie vor die Tabelle der A-Klasse Landau an.
Die Pilstinger Reserve ihrerseits konnte sich entspannt zurücklehnen, da der FC Wallersdorf in der Reserverunde keine Mannschaft stellt.

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