TSV Pilsting reist zur Wagner-Elf - Zwei Punkte Vorsprung
(fh) Am kommenden Wochenende findet in der A-Klasse Landau bereits Spieltag Nummer elf statt, welcher den regionalen Fußballanhängern einen absoluten Höhepunkt bringen wird. So muss der TSV Pilsting, der nach wie vor die Tabelle anführt zum zweitplatzierten FC Oberpöring reisen. Die Partien werden am Sonntag um 13.15 Uhr bzw. 15.00 Uhr auf dem Oberpöringer Sportplatz angepfiffen. Schon alleine der Blick auf die Tabellensituation verdeutlicht die Brisanz der Partie. Auf der einen Seite stehen die Ledintschak-Mannen, die bisher alle ihre neun Partien für sich entscheiden konnten und auf der anderen der FC Oberpöring, die sich auch erst ein Remis gegen den TSV Aholming geleistet haben und nun mehr seit acht Partien in Folge als Sieger vom Platz gegangen sind. Das Spitzen-Duo trennt also lediglich zwei Punkte voneinander, die Partie am Sonntag kann also mit entscheidend sein für die kommenden Wochen. Doch zunächst wollen wir einen kurzen Rückblick auf den bisherigen Saisonverlauf der beiden Mannschaften werfen. Der TSV Pilsting hat bisher wie bereits erwähnt alle neun Partien für sich entschieden. Langsam werden die Partien aber immer nervenaufreibender, denn die letzten drei Siege waren zwar verdient, fielen aber teilweise knapp aus. Das erste Spiel nach dem spielfreien Wochenende gegen die SG aus Höcking und Ganacker hat man mit 2:1 nach zwei Treffern von Reiner Ritzinger noch für sich entschieden können, ehe zwei Spitzenspiele auf dem Programm standen. Zunächst war man gegen den damaligen Tabellendritten in Niederpöring gefordert, von wo man aber mit einem souveränen 5:2-Sieg im Gepäck nach Hause zurück gekehrt ist. Für viel Spannung war dagegen am vergangenen Sonntag gesorgt. Der TSV Aholming, der am vergangenen Spieltag noch auf dem dritten Rang mit sieben Punkten Rückstand auf den TSV Pilsting stand, war bei den Ledintschak-Mannen zu Gast. Schon alleine diese Konstellation zeigt im Nachhinein noch einmal die Wichtigkeit des Heimsieges. Mit einer gehörigen Portion Siegeswillen und mannschaftlicher Geschlossenheit haben es die Mannen um Kapitän Florian Limbrunner geschafft, den lange anhaltenden 0:1-Rückstand doch noch in einen 2:1-Heimsieg zu drehen und dadurch verdiente drei Punkte eingefahren. Denn dass man rein von der Spielverteilung her die klar bessere Mannschaft war, gibt es nicht zu bestreiten. Der FC Oberpöring seinerseits musste zum Auftakt der Saison ebenfalls gegen den TSV Aholming antreten und sich dabei mit einer 1:1-Punkteteilung begnüngen. Die folgenden acht Spiele hat man aber jeweils für sich entschieden, wovon wir kurz einige Spiele Revue passieren lassen wollen. Beeindruckend waren die Kantersiege über den FC Harburg sowie Türk Spor Landau und dem FC Wallersdorf II, welche aber als Pflichtsiege zu werten sind. Am vorletzten Spieltag war dann der VfR Niederhausen in Oberpöring bei den Mannen um Spielertrainer Reinhard Wagner zu Gast. Dabei hat man den Höfner-Schützlingen wie schon der TSV Pilsting eine 1:5-Klatsche im Spitzenspiel verpasst und damit überzeugen können. Am letzten Samstag musste man dann in Plattling bei der dortigen Bezirksoberliga-Reserve antreten, von wo man einen 2:0-Pflichtsieg mit nach Oberpöring nehmen konnte. Schon alleine der Rückblick auf die bisherigen Saisonspiele beider Mannschaften verdeutlicht, welche Leistungsstärke beide besitzen und dass der Weg in die Kreisklasse in dieser Saison sicherlich nur über diese beiden Mannschaften geht. Dass eine der beiden Mannschaften diese Partie also deutlich für sich entscheiden wird, ist am Sonntag eher fraglich. Auch ein Blick auf die jeweilige Tordifferenz verrät einiges. Der FC Oberpöring hat bisher 43 Tore erzielt und damit acht Stück mehr als der TSV Pilsting. Dabei fallen aber vor allem die bereits erwähnten Kantersiege gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellenreglement ins Gewicht, gegen welche der TSV Pilsting zum Teil noch antreten muss. Bemerkenswert ist aber auch, dass sowohl der FC Oberpöring mit erst drei Gegentoren, als auch der TSV Pilsting mit deren zehn in der Defensive gut stehen. Bekanntlich werden Meisterschaften ja in der Abwehr gewonnen, was wohl auch entscheidend werden wird für die Partie am Sonntag, denn wer hinten besser steht, der wird wohl am Ende das bessere Ende für sich haben. In Top-Form scheint beim TSV derzeit Reiner Ritzinger zu sein, denn der offensive Mittelfeldspieler erzielte in den letzten drei Partien gleich fünf Treffer. Doch auch der FC Oberpöring besitzt zahlreiche torgefährliche Spieler, allen voran der spielende Coach Reinhard Wagner, der nicht nur die Fäden im Mittelfeld zieht, sondern mit elf Treffern auch noch die Torjägerliste der A-Klasse Landau anführt. Auch vor Akteuren wie Andreas Weber (7), Manuel Eckl (6) sowie Christian Götzensberger und Michael Zehrer (je 5) heißt es sich in Acht zu nehmen. Doch auch die TSV-Offensive um Benedikt Stutz, Reiner Ritzinger, Tobias Hofmann, Thomas Christl und Maximilian Laubmeier sowie Stefan Handwerker muss sich mit Sicherheit nicht verstecken. Dennoch muss die Marschroute für Sonntag in einem schweren Auswärtsspiel zunächst heißen, in der Defensive nichts anbrennen zu lassen und die starke Oberpöringer Offensive in Schach zu halten. Wie viel ein Sieg in diesem Spiel wert wäre, wie hart man sich diesen aber auch mit Sicherheit erarbeiten muss und alles in die Waagschale werfen muss, dürfte wohl jedem der Spieler klar sein, die das Trainergespann um Robert Ledintschak und Co-Trainer Reiner Ritzinger aufs Feld schicken werden.
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