Ausflug der AH Pilsting in den Bayerischen Wald – Fußball und Volksfestbesuch in der Säumerstadt Grafenau

Am vergangenen Samstag hatte die AH Pilsting ein Gastspiel beim TSV Grafenau mit anschließendem Volksfestbesuch. Am frühen Nachmittag ging es mit dem Bus in den Bayerischen Wald. Zustande kam dieses Spiel auf Initiative von Manfred Braumandl, der als gebürtiger „Waidler“ im Team der AH Pilsting in seiner aktiven Fußballkarriere viele Jahre seine „Schleich“ für den TSV Grafenau geschnürt hatte, und sich so die Gelegenheit ergab, gegen viele seiner damaligen Mitspieler anzutreten. Dabei trafen die „Buisdinger“ auf keinen leichten Gegner, denn die AH der Grafenauer „Stodbärn“ war mit vielen ehemaligen Bezirksliga und Bezirksoberliga erfahrenen Spielern gespickt.

Bei sommerlich heißen Temperaturen und auf traumhaft schönem Rasen ging es im Sportpark der Säumerstadt von Beginn an gleich zur Sache. Ein schlampig gespielter Pass im Aufbauspiel der Grafenauer Innenverteidigung wurde im Mittelfeld von Josef Niedermeier abgefangen. Niedermeier, mit guter Übersicht, überspielte Grafenaus Torhüter, der zu weit im Feld stand, mit einem 40-Meter Weitschuss zum 0:1 für die Gäste. Die Grafenauer kalt erwischt und von abtasten keine Spur. Die „Stodbärn“ drückten dann aufs Gas und kamen in der Folge zu guten Einschussmöglichkeiten, die entweder vom guten Pilstinger Torwart Bartelsperger, vereitelt wurden oder knapp am Tor vorbeigingen. Dies jedoch ermöglichte Schröder, Kellners & Co gute Kontermöglichkeiten. In der 14 Minute wurde Robert Kellner von Niedermeier traumhaft bedient, aber dieser konnte, alleine stehend vor dem Tor, den Ball nicht versenken.

In der 20 Minute wieder das schnelle Umschaltspiel der „Buisdinger“ nach Ballgewinn. Schröder spielte aus zentraler Position nach rechts in die Gasse für Alfred Kellner, der dann abgebrüht zum 0:2 ins lange Eck schlenzte. Grafenau hielt trotz des Rückstands an seinem schnellen und sicheren Passspiel fest und erarbeitete sich im Verlauf weitere gute Tormöglichkeiten. Pilstings Defensivabteilung um Bachner und das sehr läuferisch starke Mittelfeld um Aigner, Pfreundner und Siegerstetter konnten jedoch die Räume geschickt dicht machen und kamen nach Ballgewinn immer wieder zu guten Torchancen. So verpassten Schröder, Niedermeier und Alfred Kellner gute Möglichkeiten das Ergebnis höher zu schrauben. Zudem traf Aigner nach tollem 20-Meter Schuss nur die Latte.

In der zweiten Halbzeit musste Pilsting der hohen Laufarbeit der ersten 40 Minuten Tribut zollen. Grafenau, jetzt spielerisch und technisch deutlich überlegen, erspielte sich mit gutem Kombinationsspiel Chance um Chance. Pilsting fand in der Offensive kaum noch statt und wurde regelrecht eingeschnürt. Mit Kampfgeist und Glück konnte man jedoch den eigenen Kasten „noch“ sauber halten. So rettete Klostermeier in letzter Sekunde im Fünfmeterraum vor einem einschussbereiten Grafenauer Angreifer.

Es gab in der Folge nur noch wenige Gelegenheiten für die Pilstinger. Aber nach Pass von Haselbeck und weitergeleitet durch Bauer (60. Minute) lief Niedermeier in den Grafenauer Strafraum und wurde dort von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter getreten von Schröder konnte Grafenaus Torhüter jedoch parieren. So kam es, wie es kommen musste. Grafenau erspielte sich weiter eine Vielzahl von Torgelegenheiten und konnte letztendlich nach Ecke zum 1:2 (65. Minute) den Anschluss herstellen und durch einen Schuss aus 18 Metern ins lange Eck (67. Minute), ausgleichen.

Fazit: Die AH Pilsting hat in Grafenau ein tolles Spiel geliefert und sich sehr gut verkauft. Ein absolut faires Spiel auf sehr gutem technischen, taktischen und läuferischen Niveau, bei dem die Kicker der „Buisdinger“ ehemalig höherklassig spielenden Gegnern aus Grafenau lange Paroli bieten konnten. Hätte man die sich bietenden Chancen cleverer genutzt, wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Alles in allem jedoch ein gerechtes Unentschieden im ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams.

Beim anschließend gemeinsamen Volksfestbesuch konnten sich die Gäste von der Gastfreundlichkeit der „Stodbärn“ bei einer erfrischenden Maß Radler überzeugen, sich bei einer guten Volksfestbrotzeit von den Strapazen des Spiels erholen und den erlittenen Flüssigkeitsverlust, der den heißen Temperaturen geschuldet war, wieder ausgleichen.

Für die AH Pilsting war es ein rundum gelungener Ausflug in den „Woid“ und alle waren sich zum Schluss einig, Man werde versuchen, weitere Spiele zu vereinbaren, sei es zum Pfingstvolksfest in Pilsting oder vielleicht auch wieder im nächsten Sommer zum Volksfest in Grafenau.